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14. Aug 2025
Auf dem Gelände des Missionshauses wurde eine zweite Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen. In Zukunft sollen mindestens 50 Prozent des Jahresstrombedarfs durch Sonnenenergie erzeugt werden.

Die Steyler Missionare sind weltweit für die Bewahrung der Schöpfung und gegen die Klimaerwärmung aktiv. Auch in Österreich setzt sich die „Gesellschaft des Göttlichen Wortes“ für den Klimaschutz ein – etwa durch die Produktion von Strom mit der Kraft der Sonne. Auf dem Gelände des Missionshauses St. Gabriel wurde nun eine Erweiterung der bestehenden Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen. Die neue PV-Anlage befindet sich auf den Dächern des alten Bauernhofes und ist nach Süden und Südosten ausgerichtet. Die 288 Module auf einer Fläche von 575 Quadratmetern ergeben eine Leistung von 129,6 kWp (Kilowattpeak). An Tagen mit ungetrübtem Sonnenschein wie jetzt im Hochsommer läuft die Anlage auf Hochtouren.
„Mit der neuen PV-Anlage können wir rund ein Drittel der bisher zugekauften Strommenge abdecken“, erklärt Johann Sumersberger, Geschäftsführer des Immobilienfonds der Steyler Missionare. Bereits 2018 wurde auf dem Dach des damals neugebauten Carports eine Photovoltaik-Anlage montiert. Hier erbringen 364 Photovoltaik-Module auf einer Fläche von 590 Quadratmetern fast 100 kWp Leistung. „Mit der alten PV-Anlage und der neuen Erweiterung hoffen wir, mindestens 50 Prozent unseres gesamten Jahresstrombedarfs decken zu können“, sagt Sumersberger. „Bei der alten Anlage haben wir 90 Prozent des produzierten Stroms selbst verbraucht. Wie hoch die Eigennutzung in Zukunft sein wird, wird sich erst nach dieser Saison zeigen“, erläutert Sumersberger.

Mit dem Strom aus Sonnenenergie werden viele Mieter auf dem Gelände von St. Gabriel versorgt: Die Ordensgemeinschaft ebenso wie das Hotel und Veranstaltungszentrum GABRIUM und die zahlreichen Betriebe, Lokale und Büros, die sich hier in den letzten Jahren angesiedelt haben. Auch eine Ladestelle für Elektroautos steht in St. Gabriel zur Verfügung. Die Initiative zur Erweiterung der PV-Anlage sowie die Finanzierung gingen vom Orden der Steyler Missionare aus, betont Johann Sumersberger.
Obwohl das Missionshaus St. Gabriel und weitere Gebäude auf dem Gelände große Dachflächen aufweisen, sind weitere PV-Anlagen derzeit nicht geplant. „Beim Haupthaus ist u.a. der Denkmalschutz ein Hindernis. Bei anderen Dächern, die wir auf ihre Eignung untersucht haben, hätte die Unterkonstruktion der Last einer PV-Anlage nicht standgehalten.“

Der Einsatz für Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung ist eine der vier Dimensionen der Arbeit der Steyler Missionare. Beim Generalkapitel der "Gesellschaft des Göttlichen Wortes" im Juli 2024 wurde das öko-soziale Engagement in den Ordenskonstitutionen verankert. Auf allen Kontinenten setzen sich Steyler Missionare in unterschiedlicher Weise für die Bewahrung der Schöpfung ein: Sie betreiben Bewusstseinsbildung, vernetzen sich mit Aktivist:innen, machen auf die Opfer von Umweltsünden und Klimaveränderung aufmerksam, warnen vor ökologischen Katastrophen durch umstrittene (Energie)-Projekte und setzen, wie in St. Gabriel durch Photovoltaik, konkrete Schritte für eine klimagerechtere Zukunft.
Auch die Schöpfungs-Spiritualität ist dem Orden ein Anliegen: Mit einem neu erstelltenLiturgiebehelf wollen die Steyler Missionare in der Mitteleuropäischen Provinz einen Beitrag zur Gestaltung der Schöpfungszeit leisten, die von 1. September bis 4. Oktober 2025 von der katholischen und evangelischen Kirche begangen wird.
Fotos: Immobilienfonds der Steyler Missionare