Missionsprokur St. Gabriel International legt Jahresbericht für 2024 vor

AT

01. Dez 2025

Mit den Spenden wurden Bildungsprogramme, Sozialprojekte, Gesundheitsinitiativen und ökologische Maßnahmen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa finanziert.

Missionsprokur St. Gabriel International legt Jahresbericht für 2024 vor

Mit mehr als 1,7 Millionen Euro hat die Missionsprokur St. Gabriel International im Jahr 2024 Bildungsprogramme, Sozialprojekte, Gesundheitsinitiativen und ökologische Maßnahmen in Afrika, Asien und Lateinamerika und Europa finanziert. Unterstützt wurden ausschließlich Initiativen der Steyler Missionare („Societas Verbi Divini“ – SVD) und der Steyler Missionsschwestern („Dienerinnen des Heiligen Geistes“ – SSpS) sowie ihrer lokalen Projektpartner:innen vor Ort. Die Projekte in mehr als 20 Ländern sollen die soziale und ökonomische Situation der Menschen verbessern und sie zu Eigenverantwortung ermächtigen. „Im Mittelpunkt der von uns geförderten Projekte stehen immer die Menschen: Kinder, Jugendliche, Familien und ganze Dorfgemeinschaften“, betont P. Stephan Dähler SVD, der Leiter der Missionsprokur St. Gabriel International. „Wir achten darauf, dass möglichst vielfältige Gruppen unabhängig von Ethnie, Geschlecht, Alter, Konfession und besonderen Bedürfnissen von den Maßnahmen profitieren“.

Die Förderung von Bildung ist den Steyler Missionaren und Missionsschwestern ein besonders wichtiges Anliegen.
Die Förderung von Bildung ist den Steyler Missionaren und Missionsschwestern ein besonders wichtiges Anliegen.

Giving Tuesday: Solidarität statt Rabattwahn

Erstmals nimmt die Missionsprokur St. Gabriel auch am morgigen „Giving Tuesday“ teil. Der weltweite Aktionstag am 2. Dezember ermutigt, Solidarität zu zeigen und soziale Projekte zu unterstützen. Als bewusster Gegenpol nach der hektischen Einkaufssaison (Black Friday), in der überall Rabatte und Sonderaktionen angeboten werden, steht der Giving Tuesday für das Geben von Zeit, Aufmerksamkeit und Spenden.
Die Missionsprokur ruft über ihre Website und ihre Social Media-Kanäle dazu auf, für ein Schulprojekt der Steyler Missionare in Simbabwe zu spenden, das benachteiligten Kindern die Chance auf Bildung ermöglicht. Mit den Spenden werden Schulgebühren, Lernmaterialien, Nachhilfe und psychosoziale Hilfe übernommen. Bei einem Infostand in der Buchhandlung Kral St. Gabriel (Gabrielerstraße 171, 2344 Maria Enzersdorf) können sich die Kund:innen morgen über das Projekt informieren und ihre Spenden direkt in der Spendenbox abgeben. 

Jugendprogramme ermöglichen Mädchen und Burschen aus den Slums von Bhopal eine Berufsausbildung und geben ihnen neue Perspektiven.
Jugendprogramme ermöglichen Mädchen und Burschen aus den Slums von Bhopal eine Berufsausbildung und geben ihnen neue Perspektiven.

Mit Bildung aus der Armut

Die Förderung von Bildung ist den Steyler Missionaren und Missionsschwestern ein besonderes Anliegen: 2024 wurden etwa ein Stipendienprogramme für bedürftige Schülerinnen und Schüler in Misiones und Posades in Argentinien finanziert. Eine besonders wichtige Unterstützung für die Eltern in der aktuellen Wirtschaftskrise, in der sich das südamerikanische Land befindet.
In Bhopal in Indien unterstützt die Missionsprokur Jugendprogramme, die dazu beitragen sollen, dass Mädchen und Burschen aus den Slums eine Berufsausbildung und neue Perspektiven erhalten.
In Liupo in Mosambik führen die Steyler Missionsschwestern ein Mädchenwohnheim, das den Mädchen aus entlegenen Dörfern den Besuch einer weiterführenden Schule ermöglicht. Mit Hilfe von Spenden wurde auf dem Dach eines Wohnheims eine Photovoltaikanlage errichtet. So können die Mädchen dank des elektrischen Lichts auch nach Sonnenuntergang lernen, außerdem sorgt die Beleuchtung für zusätzliche Sicherheit vor Überfällen. 

Lernen auch nach Sonnenuntergang und Sicherheit vor Überfällen: Die Photovoltaikanlage auf einem Mädchenwohnheim der Steyler Missionsschwestern in Liupo, Mosamik, sorgt für elektrisches Licht.
Lernen auch nach Sonnenuntergang und Sicherheit vor Überfällen: Die Photovoltaikanlage auf einem Mädchenwohnheim der Steyler Missionsschwestern in Liupo, Mosamik, sorgt für elektrisches Licht.

Neuer Fokus auf Wasserprojekte

Einen weiteren Schwerpunkt bei den im Jahresbericht vorgestellten Projekten bilden Gesundheits- und Sozialinitiativen. So unterstützt die Missionsprokur St. Gabriel International in Rumänien Rehabilitationszentren für alkoholkranke Menschen. Die Steyler Missionsschwestern, die seit rund 30 Jahren in Rumänien präsent sind, waren an der Gründung der Rehabilitationszentren maßgeblich beteiligt. Angeboten werden stationäre und ambulante Therapien sowie Selbsthilfegruppen, auch die Familienangehörigen werden einbezogen.
Neben der Fortführung bewährter Initiativen und Programme wurde 2024 ein neuer Fokus auf Projekte zur Wasserversorgung gelegt. Ein besonders innovatives Projekt wurde in Togo umgesetzt. Die neue Wasserversorgungsanlage im Dorf Tchirkpambou ersetzt den alten Brunnen und ermöglicht allen Bewohnern den Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mittels Solarenergie wird das Wasser aus dem neuen, 70 Meter tiefen, Bohrloch in ein Tanksystem gepumpt, von dort wird es über unterirdisch verlegte Rohrleitungen an 18 Standorte im Dorf verteilt, wo die Dorfbewohner ihre Gefäße befüllen können – eine für Togo völlig neuartige und innovative Technologie.

Die neue Wasserversorgungsanlage in einem Dorf in Togo sichert allen Bewohner:innen den Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Die neue Wasserversorgungsanlage in einem Dorf in Togo sichert allen Bewohner:innen den Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Bewusstseinsbildung in Österreich

Die Missionsprokur St. Gabriel International versteht sich als Schnittstelle zur Unterstützung der weltweiten Tätigkeit der Steyler Missionare und Missionsschwestern, deren Arbeit nicht nur durch Spenden unterstützt, sondern auch durch Vorträge und Medienberichte in Österreich bekannt gemacht wird. Im Bereich der Bewusstseinsbildung in Österreich kommt dem Fastenkalender eine besondere Bedeutung zu. Er wird seit mehr als zehn Jahren von den Steyler Missionaren herausgegeben und erfreut sich mit einer Auflage von 30.000 Stück als Begleiter durch die Fastenzeit großer Beliebtheit. Im Kalender wird auch jedes Jahr ein Projekt präsentiert, das aus dem Spendenerlös finanziert wird.

Fotos: SVD, Cornelia Faustmann

Datenschutzhinweis

Diese Webseite nutzt externe Komponenten, wie z.B. Facebook und Youtube welche dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Verhalten zu sammeln. Datenschutzinformationen