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07. Dez 2025
Der Gott des Lebens hat unseren Mitbruder, Br. Johann Krögner SVD, am 5. Dezember 2025 zu sich gerufen.

Johann Krögner wurde am 10. August 1940 dem Ehepaar Paul und Walburga Krögner als viertes Kind in Oberndorf bei Salzburg geboren. Im bekannten Heimatort des Liedes „Stille Nacht, heilige Nacht“ verbrachte er mit seinen drei Geschwistern am elterlichen Bauernhof eine glückliche Kindheit. Nach seiner Schulbildung arbeitete er zwölf Jahre als Landarbeiter bei drei verschiedenen Bauern. Während dieser Zeit besuchte er eine landwirtschaftliche Fachschule, diente neun Monate beim Bundesheer und schloss seine berufliche Ausbildung mit der Meisterprüfung für allgemeine Landwirtschaft ab. In seiner Freizeit betätigte er sich bei der katholischen Landjugend und bei kulturellen Vereinigungen, wie der Blasmusikkapelle und dem Gesangsverein. Die Verbundenheit zur Kirche, zu Vereinen, zur Musik und besonders auch zur Natur hat ihn schon von Jugend auf geprägt.
Zunächst wollte er bei den „Kleinen Brüdern Jesu“ eintreten, doch dann entschied er sich für die Steyler Missionare und kam 1967 ins Postulat nach St. Gabriel. Nach dem Noviziat legte er am 1. Mai 1969 die ersten Gelübde ab. Während dieser Zeit arbeitete er in der Landwirtschaft von St. Gabriel mit.
1971 kam ein Ansuchen aus dem Kongo mit der Bitte um einen Fachmann in der Landwirtschaft. Daraufhin erhielt er, obwohl noch in zeitlichen Gelübden, die Bestimmung für diese Mission, wo er am Aufbau einer großen Rinderfarm mitwirkte und diese betreute. Während dieser Zeit schloss er sich 1976 durch die Ewigen Gelübde auf immer der Gesellschaft des Göttlichen Wortes an. In einer persönlichen Rückschau schreibt er: „Zwölf Jahre Afrika war natürlich eine harte, aber auch sehr schöne Zeit, mit Erfolg und Misserfolg und mit persönlichen Krisen. Aber insgesamt war sie sehr lehrreich, und ich möchte sie nicht missen“.
1983 wurde er in die österreichische Ordensprovinz zurückversetzt, um zunächst die Landwirtschaft in St. Gabriel zu übernehmen. Nach einiger Zeit aber wurde ihm die Aufgabe übertragen, als „Reisebruder“ im Medienapostolat mitzuwirken. Mit den Förderern und Wohltätern unserer Ordensgemeinschaft pflegte er immer eine sehr freundliche und wertschätzende Verbindung. Den „Reisebruder Hans“ haben viele gekannt und geschätzt. 1989 erhielt er die Ernennung zum Präfekten der Brüder in zeitlichen Gelübden und war somit bis 1995 im Team der Formatoren. Während dieser Zeit nahm er an internationalen Treffen des Ordens in Brasilien und Rom teil. Später war er auch Mitglied des Hausrates von St. Gabriel und im Provinzialrat. In der Hausgemeinschaft war er als verlässlicher, freundlicher und stets positiv-gestimmter Mitbruder beliebt. Bei geselligem Zusammensein hat er gerne mit seiner Klarinette aufgespielt und damit den Gesang begleitet.
2013 wurde er in das Missionshaus St. Rupert versetzt und diente dort vor allem der Hausgemeinschaft als Mesner und Gärtner und in der Forstarbeit. 2018 kam er, nach der Übergabe von St. Rupert an die Vereinigung der Ordensschulen Österreichs, nach St. Gabriel zurück. Als seine Kräfte nachließen, übersiedelte er ins „Freinademetzheim“, der Pflegeeinrichtung unseres Hauses. Dort wurde er mit großer Umsicht betreut, wofür er stets zufrieden und sehr dankbar war. Seine frohe und freundliche Art hat er sich bis zu seinem Lebensende erhalten. Nach mehreren Schwächeanfällen übergab er in der Nacht auf den 5. Dezember sein erfülltes Leben an seinen Schöpfer.
Mit seinen Angehörigen und allen, denen er wertvoll war, danken wir dem Herrn für das Leben und Wirken unseres Mitbruders Johann Krögner bei der Eucharistiefeier am Donnerstag, dem 11. Dezember, um 14.00 Uhr, in der Heilig-Geist-Kirche von St. Gabriel. Danach geleiten wir ihn zu seiner letzten Ruhestätte auf den Friedhof unseres Missionshauses.
Rektor P. Franz Pilz SVD