Neue europäische Provinz der Steyler Missionsschwestern

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14. Jan 2026

Künftiger Sitz der „Europäischen Heilig-Geist-Provinz“ ist das Kloster St. Koloman in Stockerau.

Das Kloster St. Koloman in Stockerau wird der Sitz der neuen "Europäischen Heilig-Geist-Provinz".
Das Kloster St. Koloman in Stockerau wird der Sitz der neuen "Europäischen Heilig-Geist-Provinz".

Die Steyler Missionsschwestern schließen ihre bisherigen Provinzen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden sowie die Regionen Spanien/Portugal und England /Irland zu einer neuen Europäischen Provinz zusammen. Die Provinz umfasst künftig die Länder Deutschland, Niederlande, Schweiz, Österreich, Italien/Südtirol, Rumänien, Spanien, Portugal, Irland und England. Sitz des neuen Provinzialats ist das Kloster St. Koloman in Stockerau bei Wien. Die neue Provinz wird am 15. Jänner 2026, dem Gedenktag des Ordensgründers Arnold Janssen, offiziell eröffnet. Erwartet werden zu dieser Feier in St. Koloman Steyler Missionsschwestern aus ganz Europa sowie die Kongregationsleiterin Sr. Miriam Altenhofen SSpS aus Rom.

Neues Provinzleitungsteam mit Sr. Anna-Maria Kofler an der Spitze

Zur ersten Provinzleiterin der neuen „Europäischen Heilig-Geist-Provinz“ wurde Sr. Anna-Maria Kofler SSpS gewählt. Für die 63-jährige Schwäbin sind Leitungsaufgaben nicht neu: Kofler leitete bereits von 2012 bis 2022 die deutsche Provinz der Steyler Missionsschwestern und war zuletzt Vorsteherin der Kommunität in Laupheim.
Dem neuen Provinzleitungsteam gehören zudem fünf Provinzrätinnen an: Neben Sr. Debra Sithobekile Ncube SSpS (Spanien/Portugal), Sr. Ewa Pliszczak SSpS (England/Irland), Sr. Lili Purwanti SSpS (Niederlande) und Sr. Christine Müller SSpS (Deutschland), ist auch Sr. Hemma Jaschke SSpS, die bisherige Provinzleiterin der österreichischen Provinz, eine der Provinzrätinnen.

Sr. Anna-Maria Kofler SSpS ist die erste Provinzleiterin der neuen Europäischen Provinz.
Sr. Anna-Maria Kofler SSpS ist die erste Provinzleiterin der neuen Europäischen Provinz.

Künftiger Weg soll von lebendigem Geist getragen sein

Die Steyler Missionsschwestern (Dienerinnen des Heiligen Geistes) sehen den Zusammenschluss als "gemeinsame Antwort auf Gottes Ruf, Seine Mission in Europa weiterzuführen". Trotz unterschiedlicher Kulturen und Lebensweisen hätten sie etwas Entscheidendes gemeinsam: "Überall sind wir zu Hause. Wir alle leben und wirken aus den Lebensimpulsen des Evangeliums als Ordensgemeinschaft in der Vision eines vereinten, geschwisterlichen und offenen Europas".
Der neue Provinzname bringe zum Ausdruck, "wozu wir als Dienerinnen des Heiligen
Geistes berufen sind: Inmitten der vielen Kulturen und Sprachen Europas lädt dieser Namen zum Hören auf Gottes Geist und damit zur Offenheit und Hoffnung ein", so die Steyler Missionsschwestern. Der gemeinsame künftige Weg solle nicht von Angst, sondern von Vertrauen, Kreativität und einem lebendigen Geist getragen sein.

Zusammenarbeit begann schon in den 1960er Jahren

Der Weg zur europäischen Provinz reicht bis in die 1960er-Jahre zurück. 1967 trafen sich erstmals die damals drei deutschsprachigen Provinzen mit jenen in Österreich und den Niederlanden. 1989 begann ein lebendiger Austausch, und es kam zur Gründung neuer Gemeinschaften in Osteuropa. 1990 folgten die gemeinsame Erstausbildung und das erste Euro-Treffen, das Ost und West verband. Ein Euro-Rat wurde gebildet. Regelmäßige Treffen der Leitungsteams, der Formatorinnen und der Verantwortlichen verschiedener Dienste stärkten über die Jahre die gemeinsame Mission. Neue Gemeinschaften in Rumänien, Russland, der Ukraine, Berlin, Harsefeld und Ungarn wurden zu Zeichen gelebter Einheit in Vielfalt. Schritt für Schritt wuchs so ein europäisches Miteinander, getragen von allen Provinz- und Regionalleiterinnen.

Quellen: ssps.de, kathpress.at
Fotos: SSpS, Schwäbische Zeitung

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