Dem Weg Jesu folgen

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28. Apr 2026

Der Steyler Missionar P. Jakob Mitterhöfer SVD legt drittes Heft einer Reihe zur Post-Theistischen Theologie vor.

Der Steyler Missionar und Theologe P. Jakob Mitterhöfer SVD hat vor kurzem das letzte Heft einer dreiteiligen Reihe zur „Post-Theistischen Theologie“ veröffentlicht. In seinen drei Heften, befasst er sich in einem ersten Schritt mit dem "Großen Geheimnis " (2024), dann folgt "Der Mensch in der Evolution " (2025). Den Abschluss bildet nun "Gott in der Evolution " (2026).
„Unzählige Menschen suchen nach Sinn, viele schöpfen aus den asiatischen Religionen und dem indigenen Erbe,“ sagt Pater Jakob Mitterhöfer (Jg. 1936) aus dem Missionshaus St. Gabriel, „dabei gibt doch gerade der Weg Jesu bis heute eine überaus sinnerfüllende Antwort!“
P. Jakob hat sich daher aus persönlicher Überzeugung der Post-Theistischen Theologie angeschlossen. Diese Theologie überwindet die anthropomorphen Gottesbilder, mit denen heute viele moderne Menschen Probleme haben.

Im Licht der neuen Wissenschaften

„Das Weltbild hat sich dank der modernen Wissenschaften, die auch die kosmischen Weiten des Universums erforschen, grundsätzlich verändert. Dank der Archäologie, Paläontologie und aller modernen Wissenschaften hat sich auch das Denken über den Menschen grundlegend verändert“, erklärt P. Mitterhöfer.
Diese Veränderungen hätten auch großen Einfluss auf die christlichen Kirchen, besonders die katholische. So sei nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965) das Bedürfnis wach geworden, die Grundlagen der kirchlichen Lehre im Licht der neuen Wissenschaften zu überdenken. Ein wichtiger Faktor sei dabei die Evolutionslehre, weil sie wie in einem Brennglas die wichtigsten Themen der Menschheit fokussiert, so Pater Mitterhöfer.
Dadurch seien aber natürlich auch die Spannungen innerhalb der katholischen Kirche größer geworden (Johannes Paul II., Benedikt XVI), weil damit ein radikales Umdenken erforderlich ist, erklärt Mitterhöfer.

P. Jakob Mitterhöfer SVD
P. Jakob Mitterhöfer SVD

Eine wahre Befreiung zum Leben

Für ihn dürften die traditionellen christlichen Kirchen nicht weiter im antiken Paradigma verharren, indem sie das Gottesbild der Antike vorgeben. Vielmehr sieht er in der Post-Theistischen Theologie das Potential, den modernen Menschen auf den Weg Jesu zu verweisen, den er den Menschen vorgelebt und gezeigt hat.
In diesem Sinn versteht der Steyler Missionar seine Schriften als eine leidenschaftliche Verteidigung jenes Bildes von Gott, das Jesus von Nazareth selbst der Menschheit vorgestellt hat: "Eine wahre Befreiung zum Leben!"

Zur Person
Jakob Mitterhöfer wurde am 6. September 1936 in Neustift/Burgenland geboren. 1956 trat er in die „Gesellschaft des Göttlichen Wortes“ ein und wurde 1963 in Rom zum Priester geweiht. Von 1958 bis 1965 studierte er an der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und promovierte dort 1968 zum Doktor der Theologie.
In den Jahren 1966 bis 1994 war Jakob Mitterhöfer Generalsekretär der Päpstlichen Missionswerke in Österreich. In dieser Zeit machte er ausgedehnter Reisen, vor allem in lateinamerikanische Länder, wo er u.a. die Befreiungstheologie kennenlernte, ihre Ideen unterstützte und in Österreich bekannt machte. Mitterhöfer war auch Herausgeber der Missionszeitschrift der Päpstlichen Missionswerke „alle welt“.
Von 1996 bis 2002 war Jakob Mitterhöfer Dekan und Hochschulprofessor für Dogmatik an der Philosophisch-theologischen Hochschule St. Gabriel und seit 1995 Dozent für Missionswissenschaft. Er lehrte auch an der Theologischen Hochschule Heiligenkreuz. Ab dem Jahr 1975 war er mit Unterbrechungen Lehrbeauftragter der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien für Missiologie.
P. Jakob Mitterhöfer war von 2003 bis 2013 Pfarrer in der Südstadt (Maria Enzersdorf) und in der Hinterbrühl.

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