P. Oskar Berger SVD (1950 - 2026)

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28. Jun 2026

Der Gott des Lebens hat unseren Mitbruder, P. Oskar Berger SVD, am 25. Juni 2026 in St. Gabriel zu sich gerufen.

P. Oskar Berger SVD (1950 - 2026)

Oskar wurde dem Ehepaar Oskar und Katharina Berger am 17. Juli 1950 in Zell am See im Land Salzburg geboren und wuchs mit seiner älteren Schwester Erna auf. 1954 übersiedelte die Familie in die Stadt Salzburg, wo er die Volksschule besuchte und in der Pfarre St. Erhard die Erstkommunion empfing. Nach der Volksschule besuchte er die Bundesrealschule in Salzburg, aber im Dezember 1961 übersiedelte die Familie nach Wien. An der Bundesrealschule in Döbling setzte er seine Schulbildung fort und maturierte im Mai 1968. In dieser Zeit wurde ihm die Marianische Kongregation zur geistigen Heimat.

Nach einem einjährig-freiwilligen Militärdienst begann er mit dem Studium der Nachrichtentechnik an der Technischen Universität Wien. Im Juni 1971 schrieb er in seinem Gesuch um Aufnahme nach St. Gabriel: „Es ist mein tiefster und innigster Wunsch mein Leben ganz für Gott einzusetzen und daher in die Missionsgesellschaft der SVD einzutreten.“ Danach trat er im Missionshaus St. Gabriel, Maria Enzersdorf, ins Noviziat ein, und legte 1973 die ersten Gelübde ab. Hier absolvierte er auch das Theologiestudium, das von einem praktischen Jahr im Missionshaus St. Rupert unterbrochen war. Sein musikalisches Talent kam vor allem durch sein Gitarrespielen sowohl bei der Band der Studenten als auch durch das Singen beim geselligen Zusammensitzen zur Geltung. Er schloss sich 1978 mit den ewigen Gelübden für immer der Gesellschaft des Göttlichen Wortes (SVD) an und empfing zusammen mit drei weiteren Mitbrüdern 1979 die Priesterweihe durch Weihbischof Kuntner.

Im Jänner 1980 reiste er zusammen mit seinen Mitbrüdern Peter Irsara und Elmar Pitterle nach Chile. Dank seinem Naturell gelang es ihm, im Rahmen der Pfarrpastoral und im Kolleg ‚Liceo Alemán del Verbo Divino‘ in Los Angeles für die Menschen da zu sein und trotzdem gelassen und heiter zu bleiben. 1988 kam er auf Bitten seiner Oberen für fünf Jahre nach Östereich zurück, um das Programm für die ‚Missionare auf Zeit’ aufzubauen. In dieser Zeit bildete er sich auch in einem zweijährigen Kurs in geistlicher Begleitung und Exerzitien weiter.

Danach wirkte er weitere sechs Jahre in Chile bis er endgültig den Ruf erhielt, in der Heimat seine vielfältigen Talente einzusetzen. Als Seelsorger betreute er die lateinamerikanische Gemeinde und spanischsprechende Gefangene, wirkte am heilpädagogischen Zentrum in der Hinterbrühl, war Begleiter der Jugendarbeit im ‚Weltdorf St. Gabriel‘ und für die ‚Missionare auf Zeit‘ zuständig, bis ein schwerer Schlaganfall Anfang März 2011 sein Leben grundlegend veränderte.

Langsam kämpfte er sich zurück und nahm wieder seine seelsorglichen Aufgaben bei der lateinamerikanischen Gemeinde, im Gefängnis und im HPZ wahr.
Die Pandemie war ein weiterer großer Einschnitt. Allmählich verschlechterte sich sein Gesundheitszustand derart, dass er mehr und mehr auf die Hilfe der Schwestern, Mitbrüder und Mitarbeiterinnen im Freinademetzheim und den Beistand seiner Angehörigen und Freunde angewiesen war.
Für uns alle unerwartet holte ihn sein Schöpfer am 25. Juni 2026 zu sich.

Mit seinen Angehörigen und allen, denen er sehr wertvoll war, danken wir dem Herrn für das heitere Wesen und den vielfältigen Einsatz unseres Ossi und feiern die Eucharistie für ihn am Mittwoch, dem 1. Juli, um 14.00 Uhr, in der Heilig-Geist-Kirche von St. Gabriel. Danach geleiten wir ihn zu seiner letzten Ruhestätte auf den Friedhof unseres Missionshauses.
 
Schwester Erna und die ganze Familie

P. Franz Pilz SVD, Rektor

Parte P. Oskar Berger SVD

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