Br. Hanns Faschingbauer SVD (1942 - 2026)

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20. Aug 2026

Der Gott des Lebens hat unseren Mitbruder Br. Hanns Faschingbauer SVD am 19. August 2026 zu sich gerufen.

Br. Hanns Faschingbauer SVD (1942 - 2026)

Hanns Faschingbauer stammt aus Wien/Ottakring und ist das Kind des Tischlergesellen Johann Faschingbauer und seiner Gattin Karoline, geb. Stranz. Hanns wurde am 24.1.1942 geboren. Sein Vater ist 1943 im Krieg gefallen. Seine Mutter heiratete nochmals und gebar noch einen Sohn. Hanns besuchte von 1948 bis 1956 die Volks- und Hauptschule und machte anschließend eine Lehre als Werkzeugmacher, die er mit der Gesellenprüfung abschloss. Während dieser Zeit hat er sich in der Pfarre St. Josef in Wien XVI (Sandleiten) als Ministrant und Jugendführer der KAJ betätigt.

Mit 17 Jahren entschied er sich gegen den Widerstand seiner Eltern, als Ordensbruder in die Mission zu gehen und suchte im Missionshaus St. Gabriel bei den Steyler Missionaren um Aufnahme an: „Gerne möchte ich einem Missionar bei seiner Arbeit helfen, ihn unterstützen, den hl. Glauben zu lehren, und zupacken bei allem, wo man mich benötigt.“
Am 18. März 1960 wurde er in St. Gabriel aufgenommen und noch im selben Jahr begann er das Noviziat. Am 8. September 1962 legte er die ersten Gelübde ab und band sich mit den Ewigen Gelübden am 8. September 1968 für immer an die Gesellschaft des Göttlichen Wortes (SVD).

Während dieser Zeit legte er die Meisterprüfung im Mechanikergewerbe ab.
Unmittelbar nach den Ewigen Gelübden reiste er am 9. September 1968 nach Liverpool zum Sprachstudium und ein Jahr später zu seinem Missionseinsatz nach Ghana. In der ordenseigenen „Berufsschule“ in Kukurantumi, wo junge Menschen in verschiedenen Berufen (Elektriker, Maurer, Tischler, Mechaniker) ausgebildet wurden, wirkte er 12 Jahre als Lehrer, baute die Abteilung für Metallarbeiten auf und trug viel zur Weiterentwicklung der „St. Paul’s Technical School“ bei. Im Herzen blieb er Ghana zeitlebens verbunden und sorgte für Unterstützung, wo immer es ihm möglich war.

Aus gesundheitlichen Gründen kehrte er 1981 nach St. Gabriel zurück. Zunächst war er für die Schlosserei und die Heizung verantwortlich. 1982 übernahm er als Arbeitsprokurator die Leitung der Hausbetriebe bis die Verwaltung vor einigen Jahren in die Hände des Immobilienfonds gelegt wurde. Dazu war er auch noch Brandschutz- und Aufzugswart.
Während seiner aktiven Zeit und auch danach lebte er, was er bei seinem Eintrittsgesuch schrieb: Er packte zu, wo er gebraucht wurde, immer und überall, ob jemand im Lift stecken blieb oder die Heizung ausfiel, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. Bei allen technischen Problemen war er zur Stelle und löste sie, begleitet von seinem typisch trockenen „Ottakringer Humor“.

In den letzten Jahren verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zusehends, und er wurde sich bewusst, dass er auf dem „Heimweg“ war. Dennoch verrichtete er weiterhin kleinere Arbeiten in seiner Werkstatt und im Haus. Als er zusehends Hilfe brauchte, fand er diese in der Fürsorge der Schwestern, Mitbrüder und Mitarbeiterinnen in unserer Krankenabteilung, für die er sehr dankbar war.
Wir dürfen glauben und hoffen, dass der Gott des Lebens ihn in die Auferstehungsherrlichkeit Seines Sohnes aufgenommen und in ihr vollendet hat.

Die vielen jungen Menschen in Ghana, die Br. Hanns ausgebildet hat, werden seiner immer dankbar gedenken und im Geiste mit den Mitbrüdern und all jenen vereint sein, denen er liebenswert war, wenn wir Gott für das Leben von Br. Hanns bei der Eucharistiefeier am Montag, dem 31. August, um 14.00 Uhr in der Heilig-Geist Kirche von St. Gabriel danken und unseren lieben Verstorbenen danach zum Friedhof des Missionshauses geleiten.
Rektor P. Franz Pilz SVD

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