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19. Aug 2026
Der Steyler Erzbischof Paulus Budi Kleden SVD berichtet aus dem Erdbebengebiet in Indonesien und über die laufenden Hilfsmaßnahmen.

Ein Bild ist dem Erzbischof von Ende, Paulus Budi Kleden SVD, nach dem verheerenden Erdbeben in Indonesien besonders im Gedächtnis geblieben ist: Häuser, die in Schutt und Asche liegen, aber Gemeinschaften, die durch das Leid noch näher in Solidarität zusammenrücken. Das Erdbeben mit der Stärke 7,7 hatte die überwiegend katholische Insel Flores am 15. August 2026 heimgesucht.
Das Erdbeben ereignete sich um 4:58 Uhr Ortszeit; sein Epizentrum lag etwa 68 Kilometer nordnordwestlich von Ende. Obwohl die Behörden die Tsunami-Warnung später aufhoben, löste die Warnung Panik aus, insbesondere unter den Gemeinden an der Nordküste von Flores. Seit dem Hauptbeben erschütterten mehr als 300 Nachbeben die Insel. Dies verstärkte die Ängste der Menschen und hinderte viele Familien daran, in ihre Häuser zurückzukehren. Nach Angaben der indonesischen Katastrophenschutzbehörde (BNPB) war die Zahl der Todesopfer bis zum 17. August auf 68 gestiegen, 213 Menschen wurden verletzt. Mehr als 5.000 Menschen sind weiterhin in mehreren Regierungsbezirken obdachlos. Das Erdbeben ereignete sich um 4:58 Uhr Ortszeit; sein Epizentrum lag etwa 68 Kilometer nordnordwestlich von Ende. Obwohl die Behörden die Tsunami-Warnung später aufhoben, löste die Warnung Panik aus, insbesondere unter den Gemeinden an der Nordküste von Flores. Seit dem Hauptbeben erschütterten mehr als 300 Nachbeben die Insel. Dies verstärkte die Ängste der Menschen und hinderte viele Familien daran, in ihre Häuser zurückzukehren.
Erzbischof Kleden befand sich zum Zeitpunkt des Erdbebens in Roe. Er hatte dort die Nacht verbracht, nachdem er an der Feier zum silbernen Priesterjubiläum eines Mitbruders teilgenommen hatte, und bereitete sich darauf vor, später am Tag eine Firmungsmesse zu feiern. „Wir waren alle in Panik“, erinnerte er sich. Nach der Tsunami-Warnung flohen viele Einwohner sofort in höher gelegene Gebiete.
Innerhalb weniger Stunden begann der Erzbischof, vertriebene Familien zu besuchen. Er fuhr mit dem Motorrad über beschädigte Straßen, zunächst in Begleitung eines Dorfvorstehers und später mit seinem Diözesanfahrer, und traf dabei auf Menschen, die am Straßenrand, in Wäldern und auf Freiflächen in der Nähe von Häusern und Schulen Zuflucht gesucht hatten.
Zwei gegensätzliche Bilder hätten sich tief in sein Gedächtnis eingebrann, sagte der Steyler Missionar: „Zum einen sah ich die Panik und Angst der Menschen, weil sie nicht wussten, wann sie nach Hause zurückkehren konnten. Aber ich sah auch eine außergewöhnliche Solidarität unter den Gläubigen.“ Familien, die in relativ sichereren Gegenden lebten, errichteten spontan Notunterkünfte und teilten Lebensmittel und andere lebensnotwendige Güter mit denen, die ihr Zuhause verloren hatten, obwohl ihre eigenen Häuser zu Teil ebenfalls beschädigt waren.
Papst Leo XIV. hat den von der Tragödie Betroffenen seine Verbundenheit bekundet. In einem Telegramm an Erzbischof Paulus Budi Kleden sprach der Papst den Familien, die Angehörige verloren haben, sein tief empfundenes Beileid aus und versicherte allen Betroffenen seine geistliche Verbundenheit.
In seiner Botschaft an die Gläubigen ermutigte Erzbischof Kleden die Menschen, sich nicht der Verzweiflung hinzugeben. „Als Gläubige vertrauen wir darauf, dass wir in einer solchen Situation nicht allein sind. Gott hat uns nicht verlassen“, sagte er. „Mit dieser Überzeugung helfen wir uns selbst und wir helfen anderen. Solidarität ist in einer solchen Situation der Schlüssel.“
Trotz der weitreichenden Zerstörungen feierten Priester in der gesamten Erzdiözese Ende gemäß den Anweisungen des Erzbischofs weiterhin Messen im Freien. Die Gläubigen, so stellte er fest, haben sich auch während ihres Aufenthalts in Notunterkünften weiterhin zum Gebet und zum Gottesdienst versammelt.
Laut Erzbischof Kleden reagierten Priester, Ordensleute und katholische Laien unmittelbar nach dem Erdbeben, noch bevor ein offizielles diözesanes Nothilfeprogramm aufgelegt worden war. „Das ist Caritas im wahrsten Sinne des Wortes“, sagte er. Die Erzdiözese Ende hat inzwischen ein Koordinationsteam eingerichtet, das eng mit der Caritas Indonesien zusammenarbeitet, um Nothilfe für die betroffenen Gemeinden zu organisieren. Eine der dringendsten Prioritäten ist die psychologische Betreuung und Traumatherapie, insbesondere für Kinder und Familien, die angesichts der anhaltenden Nachbeben weiterhin unter Angst leiden.
Die Kirchenverantwortlichen haben zudem damit begonnen, den langen und schwierigen Prozess des Wiederaufbaus von Häusern, Kirchen, Schulen und öffentlicher Infrastruktur zu planen. Das Ausmaß der Zerstörung ist enorm. Auch die Residenz des Erzbischofs hat erhebliche bauliche Schäden davongetragen.
„Wir arbeiten gemeinsam mit der Regierung, Nichtregierungsorganisationen und allen Menschen guten Willens daran“, sagte Erzbischof Kleden, „die Trümmer, die das Erdbeben hinterlassen hat, wieder aufzubauen.“
P. Kasmir Nema SVD/Vatican News
Die Steyler Missionare sind seit vielen Jahren auf Flores tätig. Sie kennen die Menschen und die Situation – und helfen dort, wo die Not am größten ist. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Steyler Nothilfe auf Flores. Je nach Bedarf kann die Hilfe beispielsweise eingesetzt werden für:
-Trinkwasser und Lebensmittel
-Medikamente und Hygieneartikel
-Notunterkünfte und andere dringend benötigte Hilfsgüter
-Unterstützung besonders gefährdeter Familien
-Hilfe beim Wiederaufbau zerstörter Lebensgrundlagen
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