20. Sonntag im Jahreskreis (A)

Liturgische Bausteine

Dazugehören

1. Lesung: Jes 56,1.6-7
2. Lesung: Röm 11,13-15.29-32
Evangelium: Mt 15,21-28


Einleitung

Der Grundgedanke des heutigen Sonntags ist die Zugehörigkeit zu Christus und seinem Gott, oder man könnte es aus einem anderen Blickwinkel auch so formulieren: Es geht um die Ausweitung des göttlichen Heils über Israel hinaus. Alle drei Lesungen thematisieren diese Frage auf die ein oder andere Weise. Alles Geschaffene gehört zu Gott; das ist unstrittig. 

Zugehörigkeit hat aber auch ganz entscheidend etwas mit der Antwort des Menschen auf die Herausforderungen Gottes zu tun. Wer die Gesetze befolgt oder wer Christus angenommen hat, bringt Licht in diese Welt. Gott breitet seine Arme weit aus für alle, die sich dieser Herausforderung stellen. Dazu genügt kein einfaches Bekenntnis mit den Lippen, sondern tatkräftige und liebende Nachfolge in aller Offenheit und Demut ist gefragt.


Kyrie (mit GL 154)

  • Herr Jesus Christus, Mensch geworden für alle, die guten Willens sind.
  • Herr Jesus Christus, gelebt, um den Menschen Gottes Liebe und Offenheit zu künden.
  • Herr Jesus Christus, gestorben und auferstanden, um den Weg zum himmlischen Vater zu bereiten.

Tagesgebet

„Mein Haus wird ein Haus des Gebetes für alle Völker genannt.“
Gott,
wir sind hier in deinem Haus versammelt,
   das für alle offen steht.
Doch oft sind wir es, die die Tür verschließen.
Daher bitten wir dich:
Diese heilige Feier hier öffne unsere Herzen für dich und für all jene,
   „die dir dienen und deinen Namen lieben“.
Darum bitten wir durch Jesus Christus...


Fürbitten

Herr Jesus Christus, du bist Grund und Ziel unserer Hoffnung und Zuversicht. Unsere Sorgen und Bitten wissen wir bei dir gut aufgehoben: 

  • Für unseren Papst und alle Verantwortlichen in der Kirche, dass sie sich dem Vorbild Jesu Christi in Bezug auf Offenheit und Menschenliebe immer bewusst sind. Christus, höre uns. A: Christus, erhöre uns
  • Für unsere Gesellschaft und ihre politischen und wirtschaftlichen Verantwortlichen, dass sie von der Vernunft geleitet zum Wohl der Menschen Entscheidungen treffen und die Benachteiligten im Blick behalten.
  • Für alle Menschen, die Gott suchen und von einer unstillbaren Sehnsucht getrieben sind, dass sie den Weg zu ihrem Heil finden.
  • Für alle die ausgeschlossen sind, die nicht geliebt werden, dass sich ihnen Möglichkeiten eröffnen, Menschen zu treffen, die sie annehmen und achten.
  • Für die Kinder und Jugendlichen, die es heute wegen der Vielfalt der Angebote nicht leicht haben, dass sie Orientierung auf ihrem Weg durchs Leben finden.
  • Für unsere Verstorbenen, dass die ewige Heimat bei Gott sie mit ihrem Glanz und Frieden überrascht haben möge.

Gütiger Gott, die Lebenshingabe Jesu, die wir jetzt in der Eucharistie feiern, ist Unterpfand aller göttlichen Liebe zu uns. Dir sagen wir Dank und preisen dich, heute und in Ewigkeit. 

Amen.


Gabengebet

Gütiger Gott,
wir alle müssen nicht von Resten des Tisches leben.
Doch gerade in einem kleinen Stück Brot
   und einem Schluck Wein kommst du uns nahe.
Schenke uns die Demut,
   in dieser Geste all dein Heil zu erkennen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Hochgebet „Sehnsucht“

Präfation

Gott, hab Dank
   für die Geschichten der Heiligen Schrift,
in denen wir uns verlieren und finden können;
durch die wir erinnert werden,
dass für unser Leben bedeutsam sind:
   die Schönheit und der Glanz,
   die Sehnsucht und das Wagnis.
Hab Dank für alle verheißungsvollen Geschichten und Bilder,
   deren Licht uns das Leben bestehen lässt.
Danke für die heiligen Frauen und Männer,
   die uns von der Aussicht erzählen,
dass Worte in den stummen Mund
   und Tänze in die lahmen Füße gelegt werden,
dass die Menschen Häuser bauen
   und auch darin wohnen.
Danke für Jesus von Nazaret,
   der seine Hoffnung gelebt,
   durchgetragen und geteilt hat.
So vieles und so viele lassen uns loben und singen.

Sanktus


Hab Dank für Jesus,
   ihn, unseren Bruder, den wahren Menschen,
der mit uns lebt
   und die Sehnsucht nach Gehalt und Gelingen
   in uns wach hält.

Hab Dank für den Tisch, der uns sammelt,
   für das Brot, das uns nährt,
   für den Wein, der uns freut.

Wohl und Weh, Segen und Sorge
   wohnen ihnen inne.

Deine Lebenskraft beseele
   die Dinge und Geschöpfe –
wie am Anfang, wie am Ende –
   und bewirke Verbundenheit und Verbindlichkeit.

Darum bitten wir dich:
Sende deinen Heiligen Geist über Brot und Wein,
   damit Jesus Christus † mit Leib und Blut
   in unserer Mitte gegenwärtig wird.

Denn am Abend vor seinem Leiden
   nahm er beim Mahl das Brot
und sagte dir Dank,
brach das Brot, reichte es seinen Jüngern
   und sprach:

NEHMT UND ESST ALLE DAVON:
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

Ebenso nahm er den Kelch mit Wein,
   dankte wiederum,
reichte den Kelch seinen Jüngern
   und sprach:

NEHMT UND TRINKT ALLE DARAUS:
DAS IST DER KELCH DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES,
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

Geheimnis des Glaubens 

Akklamation


Unsere Erinnerung geht zu Jesus,
zu seiner Gestalt voller Menschlichkeit,
zu seinem Wort voller Trost,
zu seinem Weg aus Unbestechlichkeit,
zu seinem Ende aus Schmerz
   und seinem Anfang aus Licht.

Und doch steht noch etwas aus:
Möge sich die Schönheit auf jedes Leben legen
   und mit den Privilegien Schluss sein.
Mögen die einen nicht auf ewig oben
   und die andern nicht für alle Zeit unten sein.
Mögen wieder Bilder in uns lebendig werden,
   wie es denn sein könnte, das Leben.

Mögen die Soldaten dieser Welt innehalten,
   wir selber die Spiele beenden,
   die uns die Welt bedeuten,
mögen wir das Wort und die Geste finden,
   die uns begegnen lassen.

Gott, wir glauben, dass noch etwas aussteht,
wir halten Ausschau nach deiner Zeit,
wir ersehnen sie und schaffen sie herbei,
bis sie aufstrahlt
   durch ihn und mit ihm und in ihm ...


(Quelle: Jacqueline Keune und Thomas Morus Huber, Schweiz)


Einleitung zum Vaterunser

Sich an Gott als unseren Vater zu wenden, hat Jesus seine Jünger und auch uns gelehrt. Viel Vertrauen und viele Erwartungen liegen in diesen Worten, die wir nun gemeinsam und in tiefem Glauben an Gott, unseren Vater, richten: Vater Unser …


Einleitung zum Friedensgebet

Herr, wir bitten dich: Lass uns und alle erkennen, was dem Frieden dient, und gib uns die Kraft, es zu tun. Denn du bist ein Gott der Gerechtigkeit und des Friedens. Alle, die Frieden stiften, heißen deine Kinder. Deshalb bitten wir: Herr Jesus Christus, ..., und schenke uns, …


Schlussgebet

Allmächtiger Gott,
wir haben dein Wort gehört
   und das Sakrament des Lebens gefeiert.
Lass uns in diese Woche gehen als Menschen,
   die immer wieder bemüht sind, deine Nähe zu suchen,
   weil nur dort das Leben ist.
Durch Christus unseren Herrn...


Die in den „Liturgischen Bausteinen“ veröffentlichten Gebete und Texte sind Alternativen zu den offiziellen Texten, die der Zelebrant immer im MB findet.

 

P. Fabian Conrad SVD / P. Karl Jansen SVD

Frühere Jahre

Keine Daten vorhanden

Datenschutzhinweis

Diese Webseite nutzt externe Komponenten, wie z.B. Facebook und Youtube welche dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Verhalten zu sammeln. Datenschutzinformationen