19. Sonntag im Jahreskreis (A)

Liturgische Bausteine

„Herr, rette mich!“

1. Lesung: 1Kön 19,9ab.11-3a
2. Lesung: Röm 9,1-5
Evangelium: Mt 14,22-33

Einleitung

Wenn Gott mit großem Hallo, mit Sensationen, Lärm, Aufregung und Schlagzeilen käme, hätten wir es mit dem Glauben an ihn leichter! So mögen manche wohl meinen.
Aber Gott will anders kommen: unsere unspektakuläre (vielleicht auch kleiner gewordene) Gemeinschaft hier, das ruhige erzählende Wort der Heiligen Schrift, die gewöhnlichen Lebensmittel Brot und Wein sind der Rahmen für seine Gegenwart.
Vielleicht ist es ja tatsächlich so, dass nur brüderlich-schwesterliche Nähe, leises, einfühlendes Hören und gläubiges Teilen des heiligen Brotes IHN erahnen, erfahren, erschmecken lassen.
Bescheiden und demütig und mit offenen Herzen und Sinnen wollen wir uns jetzt für die Feier seiner Gegenwart unter uns bereiten.

Kyrie

• HERR, wenn wir in Gefahr sind, unterzugehen, dann streck uns deine Hand entge-gen.
• HERR, wenn wir den anderen die stützende Hand verweigern, dann rühre unser Herz an.
• HERR, wenn wir ängstlich werden und dir nicht vertrauen, dann offenbare dich in deinem Wort.

Tagesgebet

Gott, unsichtbarer, ewiger Gott: Wir dürfen dich Vater und Mutter nennen, weil du uns als deine Söhne und Töchter geschaffen hast. Lass uns im Auf und Ab des Lebens fest auf dich vertrauen. Strecke uns deine Hand entgegen, wenn wir in den Problemen und Unbil-den des Lebens zu versinken drohen. So bitten wir dich um deine Hilfe in Christus, der mit dir lebt …

Fürbitten

Jesus Christus will uns Halt und Kraft geben. So dürfen wir voll Vertrauen mit unseren Anliegen kommen und beten:
• Für Frauen, Männer und Kinder, die durch Naturkatastrophen alles verloren haben. Für die vielen Toten und für alle, die um sie trauern. kurze Stille – V: Christus, höre uns. A.: Christus, erhöre uns
• Wir beten für die Helferinnen und Helfer, die vor Ort sind und bei der Rettung von Menschen und beim Aufräumen mitarbeiten.
• Wir beten für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei großen oder kleinen Firmen, die von Betriebsschließungen betroffen sind; für alle, die um ihre Exis-tenz bangen.
• Wir beten für alle, die sich sorgen: für die Menschen, die an Leib und Seele er-krankt sind; für die Kinder, die Gewalt erleben oder erleiden müssen; und für alle, die durch den Tod einen lieben Menschen verloren haben.
• Wir beten für die Menschen, die aus dem Glauben leben: Für die Kinder und Jugendlichen, die ihre Erstkommunion gefeiert haben oder gefirmt wurden; für die Paare, die sich das Sakrament der Ehe gespendet haben.
• Wir bitten dich für die Kinder, die in diesen Tagen ein neues Schuljahr begin-nen; für ihre Familien und für alle Lehrerinnen und Lehrer, die dazu beitragen, dass miteinander gelernt werden kann.
Jesus Christus, du streckst uns immer wieder Deine Hand aus, an der wir uns festhalten können. Dafür danken wir dir mit Gott, dem Vater und dem Heiligen Geist heute, alle Ta-ge unseres Lebens und in Ewigkeit.

Gabengebet

Gott, in deiner Kraft kam dein Sohn seinen Jüngern entgegen und sie erkannten ihn. In dieser Kraft segne die Gaben von Brot und Wein, die wir bereitet haben, damit auch wir in ihnen den erkennen, der uns sagt: „Ich bin es. Habt Vertrauen!“ Er, dein Sohn, der mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit. - Amen.

Hochgebet – „Im Glauben unterwegs“

Präfation
Wir danken dir, Gott und Vater,
wir preisen dich, weil du
die ganze Schöpfung in Händen hältst
und zur Vollendung führst.
Du führst uns durch deinen Geist
auf allen Wegen unseres Lebens.
Durch ihn geleitest du die Kirche
und machst sie zum Zeichen der Einheit
unter den Völkern.
Du führst uns durch Jesus,
unseren guten Hirten,
zu Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden.
Jesus geht mit uns
aus der Nacht des Misstrauens
in das Licht des Glaubens.
Er selbst ist unser Weg zu dir.
Er bereitet uns bei dir ein Daheim.
Darum danken wir dir, Gott,
und stimmen ein
in den Lobgesang deiner Engel,
der Heiligen und der ganzen Kirche:
Sanctus

Gott und Vater,
in deinem Sohn kommst du uns entgegen.
In ihm schenkst du uns deinen Geist.
In ihm finden wir zu dir und zueinander.

Vater, wir bitten dich:
Heilige Brot und Wein
durch deinen Heiligen Geist,
damit sie uns Leib + und Blut
Jesu Christi werden.

Denn am Abend, an dem er ausgeliefert wurde
und sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf,
nahm er das Brot und sagte dir Dank,
brach es, reichte es seinen Jüngern und sprach:

NEHMT UND ESST ALLE DAVON;
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch,
dankte wiederum,
reichte ihn seinen Jüngern und sprach:

NEHMT UND TRINKT ALLE DARAUS:
DAS IST DER KELCH
DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES;
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH
UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

Geheimnis des Glaubens:
Akklamation

Vater, als Vermächtnis Jesu
feiern wir dieses Mahl.
Wir gedenken der Geburt und des Lebens,
des Todes und der Auferstehung
deines Sohnes.

Gott und Vater, schenke uns deinen Geist
dass wir Jesus nachfolgen mit allen Christen,
mit unseren Familien,
Gemeinschaften und Gemeinden,
mit unserem Bischof N.
und mit unserem Papst Franziskus.

Auf unserem Weg zu dir
wissen wir uns eins mit jenen,
deren Weg du schon vollendet hast:
unseren Verstorbenen.
(Hier kann der Verstorbenen gedacht werden.)
Gib du ihnen unverlierbare Freude in Christus.

Mit Maria, dem heiligen Josef,
mit den Aposteln, den Heiligen,
auf deren Namen wir getauft sind,
und mit allen Heiligen wollen wir dich,
Gott, unsern Vater, preisen
durch Jesus Christus.
Doxologie
Frei nach: Josef Rafael Kleiner
In: Josef Rafael Kleiner, Hochgebete, Aachen 1993, S. 55ff

Meditation

DANK FÜR DIE SPUREN
Morgenlicht leuchtet
rein wie am Anfang
Frühlied der Amsel,
Schöpferlob klingt
Dank für die Lieder,
Dank für den Morgen,
Dank für das Wort
dem beides entspringt

Sanft fallen Tropfen,
sonnendurchleuchtet.
So lag auf erstem Gras erster Tau.

Dank die Spuren
Gottes im Garten,
grünende Frische,
vollkommnes Blau.
Jürgen Henkys

Schlussgebet

Ewiger Gott, du bist der Anfang, du bist das Ende. Wir danken dir, dass all unsere Tage bei dir aufgehoben und geborgen sind: die Tage, die hinter uns liegen, die Tage, die auf uns zukommen. Wenn dunkle Wolken aufziehen, sei du der Schimmer am Horizont,
wenn die Wellen hochgehen, komm du uns entgegen, wenn Stürme toben, schenke du Stille und Frieden. Bewahre uns in deiner Liebe, nimm unser Vertrauen in deine Hand und hilf uns, alles Böse zu überwinden. In Christus, unserem Herrn. – Amen.

Segen

• Gott, unser Vater, segne euch mit allem Segen des Himmels, damit ihr rein und heilig lebt vor seinem Angesicht – A: Amen.
• Er lehre euch durch das Wort der Wahrheit; er bilde euer Herz nach dem Evange-lium Christi und gebe euch Anteil an seiner Herrlichkeit. - A: Amen.
• Er schenke euch jene brüderliche Liebe, an der die Welt die Jünger Christi erken-nen soll. - A: Amen.
Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. A: Amen.

Die in den „Liturgischen Bausteinen“ veröffentlichten Gebete und Texte sind Alternativen zu den offiziellen Texten, die der Zelebrant immer im MB findet.

P. Bernd Werle SVD, P. Karl Jansen SVD

Frühere Jahre

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