Liturgische Bausteine
Gottes Wort und der Nürnberger Trichter
Jes 55,10-11
Röm 8, 18–23
Mt 13,1-9
Zu unseren Erfahrungen gehört die Tatsache, dass unterschiedliche Menschen das gleiche Ereignis ganz unterschiedlich erleben. Was die einen tief bewegt, lässt die anderen völlig kalt - und umgekehrt.
So ist es auch mit dem Wort Gottes, das uns in der Gestalt Jesu begegnet. Es gibt Menschen, die von ihm so ergriffen werden, dass sie ihr ganzes Leben nach ihm ausrichten. Anderen hingegen ist er keinen Gedanken wert.
Selbst im gleichen Menschen können die Erfahrungen im Laufe des Lebens sehr unterschiedlich sein: ein Wort aus der Hl. Schrift, das jemand schon oft gehört und immer überhört hat, kann eines Tages zutiefst ins Herzen treffen.
Dies kann uns auch Sonntag für Sonntag passieren, wenn wir uns im Gottesdienst dem Hören des Gotteswortes öffnen und mit bereitem Herzen die Gegenwart Jesu unter uns feiern.
Du bist das Wort Gottes an uns Menschen.
Dein Wort ist nicht vergeblich und bringt reiche Frucht.
Dein Wort schenkt Mut und Gelassenheit.
Guter Gott.
Dein Wort bringt Licht und Freude in unsere Welt.
Es bereichert unser Leben. Es stiftet Frieden und Versöhnung.
Öffne unsere Ohren und Herzen. Mach uns aufnahmebereit.
Bring dein Wort in uns zu hundertfältiger Frucht.
Jesus Christus zeigt uns, wie Gottes Wort in der Welt wirkt. Erfolg und Misserfolg liegen nah beieinander, weil Menschen sein Wort ganz unterschiedlich aufnehmen. Stellvertretend für unsere Mitmenschen tragen wir voll Vertrauen unsere Bitten zu ihm:
Wir beten für die Menschen, die in diesem Sommer unter starker Hitze und Dürre leiden, für alle, denen Unwetter die Lebensgrundlagen zerstören; und für viele Kranke und Ältere, die besser gegen Wetterextreme geschützt werden müssen.
(kurze Stille) V: Du Gott der Hoffnung und des Trostes
Wir beten für die Menschen, die im Krieg Russlands gegen die Ukraine ihr Leben verlieren; für die Opfer des andauernden Konflikts im nahen und mittleren Osten und allen Kriegsgebieten unserer Erde; beten wir auch für alle, die nach gewaltlosen Wegen zur Beendigung der Kriege suchen.
Wir denken an die Millionen Menschen, die weltweit unter Hunger leiden; wir beten für Helferinnen und Helfer, die Nahrungsmittel und nachhaltige Landwirtschaft in die ärmsten Länder der Erde bringen;
wir denken auch an Frauen und Männer, die in unserem Land auf die Unterstützung der Tafeln angewiesen sind.
Wir schauen auf die Jugendlichen und Erwachsenen, die sich in Ferienlagern und Freizeitangeboten für Kinder und Familien einsetzen; und beten für alle, die in dieser Form von Seelsorge Kirche lebendig werden lassen.
(einer tagesaktuellen Fürbitte Raum geben)
Jesus Christus, wir danken dir für dein Wort, auf das wir vertrauen – jetzt und bis in deine Ewigkeit. Amen.
Vater im Himmel. Du schenkst uns deinen Sohn.
In seinem Namen haben wir Brot und Wein bereitet.
Nimm diese Gaben an. Wandle sie und wandle auch unsere Herzen,
damit wir dich immer mehr erkennen und teilen lernen:
das Wort, die Liebe und das Brot.
Guter Gott,
wenn wir jetzt hinaus gehen in unsere Straßen und Wohnungen,
sind wir eingeladen und aufgerufen,
von dir und dem Kommen deines Reiches Zeugnis abzulegen.
Lass dein Wort durch unser Mittun reiche Frucht bringen.
Stärke und segne unser Reden und Handeln
durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
Geht, die ihr glauben könnt, und tragt den Glauben in die Welt!
Geht, ihr Geretteten, und tragt die Hoffnung in die Welt!
Geht, ihr Erwärmten und tragt die Wärme in die Welt!
Geht hin, ihr Fröhlichen, tragt eure Freude in die Welt!
Geht, ihr Geliebten, tragt die Liebe in die Welt!
Geht, ihr Erleuchteten, und tragt das Licht in die Welt!
Geht, ihr Gesegneten, tragt Gottes Segen in die Welt!
Und so segne euch der dreifaltige und gute Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Nach Wilma Klevinghaus