Liturgische Bausteine
„Lasst beides wachsen bis zur Ernte“
1. Lesung: Weish 12,13. 16-18
2. Lesung: Röm 8, 26-27
Evangelium: Mt 13, 24-43
Mit der Metapher von Unkraut und Weizen spricht Jesus die zwei Seiten der Realität unseres Lebens an. Gut und Böse existieren nebeneinander in unserer Welt und in uns. Beides bis zum Tag der Ernte wachsen zu lassen – das ist die Haltung, die Jesus uns lehrt. Ihn wollen wir in unsere Mitte begrüßen.
Herr Jesus Christus, oft erfahren wir das Nebeneinander von Gutem und Bösem in der Welt und in uns selbst. Herr, erbarme dich.
Du forderst uns auf, nicht voreilig zu urteilen und geduldig mit den eigenen und fremden Fehlern umzugehen. Christus, erbarme dich.
Du schenkst uns die Zuversicht, dass das Gute am Ende die Oberhand behält. Herr, erbarme dich.
Allmächtiger Gott, du hast alles gut erschaffen. Dennoch erleben wir in unserer Welt das Nebeneinander von Gut und Böse. Bewahre uns vor der Anmaßung, selbst über Gut und Böse richten zu wollen. Stärke unser Vertrauen darauf, dass du am Ende das Gute zur Vollendung führst. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt in alle Ewigkeit.
Herr Jesus Christus, auf unserem Lebensacker wachsen Weizen und Unkraut nebeneinander. Im Vertrauen auf deine grenzenlose Geduld bringen wir dir unsere Bitten vor:
Für die Menschen, die in den Kriegs- und Krisengebieten leben: Schenke ihnen Kraft zum Durchhalten und lass die Saat der Hoffnung und des Friedens in ihren Herzen aufgehen. Christus, höre uns.
Für alle, die die politische Verantwortung tragen: Bewahre sie vor eigensüchtigen Motiven, und Machtgier. Hilf ihnen, weise Entscheidungen zum Wohle der gesamten Bevölkerung zu treffen. Christus, höre uns.
Für die Menschen, die sich oft selbst als „Unkraut“ fühlen und an ihren eigenen Fehlern zweifeln: Lass sie erfahren, dass deine Barmherzigkeit größer ist als ihre Fehler und gib ihnen die Chance zum Neuanfang. Christus, höre uns.
Für unsere kirchlichen Gemeinden: Gib uns den Mut, das Gute zu fördern, und die Geduld, das Unvollkommene auszuhalten. Christus, höre uns.
Für unsere Verstorbenen: Nimm sie in dein Reich auf und lass sie in deinem Frieden ruhen. Christus, höre uns.
Herr, du bist ein Gott der Langmut und der Barmherzigkeit. Du siehst das Gute und die Schwäche in uns. Lass uns in der Hoffnung wachsen, jetzt und alle Tage unseres Lebens, bis in alle Ewigkeit.
Gütiger Gott, du säst das Gute in unser Leben. Wir bringen dir das Brot und den Wein als Zeichen unseres Lebens. Sende deinen Heiligen Geist und wandle diese Gaben von Brot und Wein in den Leib und das Blut deines Sohnes. Verwandle auch unsere Sorgen in Zuversicht, unsere Unvollkommenheit in deine Gnade. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Menschenfreundlicher Gott, wir danken dir für alles, was in unserem Leben wächst und gedeiht. Wir danken dir auch dafür, dass du uns die Geduld lehrst, Unkraut und Weizen bis zum Tag der Ernte stehenzulassen – denn wir können nicht immer beides klar unterscheiden. Lass uns wie der gute Weizen wachsen und gib uns die Kraft, in Liebe und Vertrauen zu leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
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