Indien
Wie Bildung das Leben der Purhoik verändert
Im abgelegenen Dorf Chayang Tajo, im nordöstlichen Teil Indiens, haben die Steyler Missionare vor acht Jahren die Divine Word School gegründet. Mit viel Engagement und der Unterstützung zahlreicher SpenderInnen entstand ein neues Schulgebäude. Doch schon heute platzt die Schule aus allen Nähten.
Dieser Erfolg zeigt, wie sehr die Menschen in der Region die Bedeutung von Bildung erkannt haben. Durch die Aufklärungsarbeit von P. Clemente Miranda SVD wird den Familien bewusst, dass Bildung nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch soziale Gerechtigkeit und neue Perspektiven schafft.

An der Divine Word School lernen die Kinder der Nyishi- und Purhoik- Stämme Seite an Seite. Was einst undenkbar schien, ist heute gelebte Realität: Kinder und Eltern beider Stämme kommen einander näher, Vorurteile werden abgebaut und die Lebensbedingungen der diskriminierten Purhoik verbessern sich spürbar.

Ein besonders bewegendes Beispiel ist die Geschichte von Meya Halley.
Sie stammt aus einem abgelegenem Dorf in Nordostindien. Ihr Vater, alkoholabhängig und gewalttätig, zwang seine Kinder zur Feldarbeit. Erst als Meyas Mutter von der Schule der Steyler Missionare hörte, wagte sie einen mutigen Schritt: Mit ihren letzten Ersparnissen schrieb sie Meya und ihren Bruder dort ein, um ihnen Schutz und Bildung zu schenken.
Heute besucht Meya die 3. Klasse, als fleißige und lebensfrohe Schülerin, die eine Zukunft vor sich hat.

Der nächste Schritt ist nun der Bau eines Kindergartens.
Derzeit sind die 3- 6- Jährigen noch gemeinsam mit den Volksschulkindern untergebracht. Das erschwert konzentriertes Lernen und ungestörtes Spielen. Mit dem neuen Gebäude entstehen helle, sichere und kindgerechte Räume für drei Gruppen:
Hier werden bis zu 100 Kinder liebevoll betreut, können spielen, singen, tanzen, lernen und einfach Kind sein.
Dank des Kindergartenprojektes wird Kinderarbeit schrittweise durch Zugang zu Bildung und echte Entwicklungschancen ersetzt.
Jede Spende trägt dazu bei, Hoffnung zu schenken und das Fundament für eine gerechte Zukunft zu schaffen.
Jeder Beitrag, ob klein oder groß, hilft, diesen Ort des Wachstums und der Geborgenheit zu verwirklichen.