Indonesien

Nothilfe nach Erdbeben auf der Insel Flores/Indonesien

Am 15. August 2026 erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 die indonesische Insel Flores. Helfen Sie jetzt!

Nothilfe nach Erdbeben auf der Insel Flores/Indonesien
Nothilfe nach Erdbeben auf der Insel Flores/Indonesien

Das Erdbeben traf Flores mit großer Wucht. Häuser stürzten ein, Straßen wurden beschädigt, tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Nach Angaben der indonesischen Regierung kamen mindestens 53 Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Besonders betroffen sind Gebiete im Norden der Insel. Häuser, Schulen, Kirchen und andere Gebäude wurden beschädigt oder zerstört.

Noch immer erschüttern Nachbeben die Region. Viele Familien haben Angst, in ihre beschädigten Häuser zurückzukehren, und verbringen die Nächte in Notunterkünften oder im Freien.

Die Steyler Missionare und Missionsschwestern sind seit vielen Jahren auf Flores zuhause. Sie kennen die Menschen und ihre Gemeinden – und helfen dort, wo die Not am größten ist.

Ihre Spende hilft den Menschen auf Flores

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Steyler Nothilfe auf Flores. Je nach Bedarf kann die Hilfe beispielsweise eingesetzt werden für:

-Trinkwasser und Lebensmittel
-Medikamente und Hygieneartikel
-Notunterkünfte und andere dringend benötigte Hilfsgüter
-Unterstützung besonders gefährdeter Familien
-Hilfe beim Wiederaufbau zerstörter Lebensgrundlagen


Bitte stehen Sie den Menschen auf Flores jetzt zur Seite.
Ihre Spende schenkt Hilfe in der Not – und Hoffnung für einen neuen Anfang.

+++ AKTUELLE MELDUNGEN +++


2. September 2026:

Sr. Lelia Surtina SSpS
Sr. Lelia Surtina SSpS

Die Steyler Missionsschwester Sr. Lelia Surtina SSpS stammt von der Insel Flores und arbeitet seit 17 Jahren als Krankenhausseelsorgerin im Orthopädischen Spital Speising in Wien. Zum Zeitpunkt des verheerenden Erdbebens war sie gerade auf Heimaturlaub: „Im ersten Moment wusste ich nicht, was los war. Ich hatte so etwas noch nie erlebt. Dann hörte ich schon die ersten Schreie der Dorfbewohner: ‚Hilfe! – Jesus, hilf!‘“


Die Steyler Missionsschwestern verteilen Hilfsmittel
Die Steyler Missionsschwestern verteilen Hilfsmittel

Nach ihrer Rückkehr nach Österreich hat uns Sr. Lelia SSpS über das Erdbeben und die anlaufende Nothilfe berichtet:

Am 22. August hat uns eine Nachricht der Steyler Missionsschwestern Sr. Maria Tarsisia Lou Kothan SSpS und Sr. Thomasin Tere Beding SSpS erreicht:

"Unsere Gemeinden in der Region Flores West sind zwar durch Schäden an Gebäuden betroffen, aber die Schwestern sind trotz des Schreckens unverletzt. Auch unsere Schwestern in den Gemeinschaften Ende, Ratedao, Maukaro, Ndora und Mataloko sind in Sicherheit.

Unser Haus in Ratedao wurde ziemlich stark beschädigt, aber keine der Schwestern wurde verletzt.
Unsere kranken und älteren Schwestern im Maumere-Gebiet sind ebenfalls in Sicherheit gebracht worden. Vorerst haben wir Zelte vor dem Innenhof des Klosters in Kewapante aufgebaut, die zunächst als temporärer Unterschlupf dienen.

Wir sind traurig, dass Schwester Hironima Wela und die Mutter von Schwester Agnes Derams durch einen Gebäudeeinsturz im Maumere-Hafen schwere Kopfverletzungen erlitten haben.

Was die Familien der Schwestern betrifft, so sind sie unversehrt, aber viele Familienhäuser unserer Schwestern sind eingestürzt und haben schwere Schäden erlitten.

SSpS in Kewapante
SSpS in Kewapante

Im Kewapante Krankenhaus wurden zur Zeit des Bebens etwa 61 Patienten behandelt. Sie wurden alle in den zentralen Innenhof evakuiert, wo Zelte aufgebaut wurden. Besonders dankbar sind wir über die Geburt eines Kindes während des Bebens. Dank der Unterstützung der Schwestern und des Geburtsmedizinischen Teams, konnte die Mutter trotz der durch das Erdbeben ausgelösten Panik, sicher und gut betreut in einem örtlichen Kräutermedizinladen ihr Kind zur Welt bringen.
Wir sind auch dankbar für die von der Polizei bereitgestellten Zelte für die Patienten in unserem Krankenhaus.

Derzeit hat sich die Lage etwas beruhigt, aber wir bleiben in Alarmbereitschaft. Kleinere Nachbeben treten in der Region Nagekeo weiterhin auf. Wir bitten um eure Gebete und eure Solidarität. Gott schütze die Menschen in Flores."

Unser ehemaliger Generalsuperior und jetziger Erzbischof von Ende, Paulus Budi Kleden, erlebte das Unglück hautnah mit und hat uns eine Nachricht aus dem Erdbebengebiet gesendet:

"Heute, Mittwoch, 19. August, der fünfte Tag nach dem Erdbeben in Flores, können wir immer noch nicht ruhig schlafen. Die Nachbeben folgen eines nach dem anderen. Daher entscheiden sich die Leute, auch wir hier im Bischofshaus, draußen zu schlafen. Tagsüber gehen sie zur Arbeit. Die Schulen sind aber noch bis zum 28. August geschlossen. Vorgestern bin ich einer jungen Familie von der Stadt Ende begegnet, die aus Angst vor Tsunami aus ihrem Haus weggelaufen ist, und auf einem Hügel ein einfaches Zelt aufgebaut haben. Sie haben ein zwei Monate altes Baby.

Erzbischof Paulus Budi Kleden SVD bei den Erdbebenopfern
Erzbischof Paulus Budi Kleden SVD bei den Erdbebenopfern

Die Unsicherheit ist das größte Problem, das wir zurzeit haben. Wann kann man zurück zum normalen Leben? Für die Menschen, die ihre Lieben verloren haben und deren Häuser zerstört sind, ist es sicherlich ein langer Weg zurück zum normalen Leben. Ja, bis heute, 19. August, zählt man schon  73 Toten, 8000 zerstörte Familienhäuser, 750 zerstörte öffentliche Gebäude. Hunderte von Kirchen und Kapellen sind auch betroffen. In unserer Diözese trauen wir über das Leben von 15 Leuten.

 
Trotz der schwierigen Situation bin ich auch berührt von der Bereitschaft der Menschen, sich gegenseitig zu helfen. Schon zwei Stunden nach dem großen Erdbeben am Samstag, 15. August, - ich war in einem Bildungshaus der Steyler Missionare -, haben die Leute in Roe angefangen, Zelten aufzubauen, um die flüchtenden Leute aus der Stadt Mbay willkommen zu heißen und aufzunehmen. Sie haben auch Essen vorbereitet, obwohl sie wissen, dass es in dieser Situation schwierig sein wird, für sie selbst weitere Nahrungsmittel anzuschaffen.

 
Danach kamen auch Hilfen von der Regierung, der Kirche und andere Organisationen. Und in diesen letzten Tagen haben sie viel geleistet, um das Leid der Menschen zu erleichtern. Die Hilfe der Kirche ist vor allem darauf ausgerichtet jenen zu helfen, die von der Regierung und anderen Organisationen noch keine Hilfe bekommen haben.

 
Das Erdbeben hat wirklich viel zerstört, aber es kann nicht unsere Hoffnung zerstören! Auch nicht die Hoffnung darauf, dass Menschen fähig sind, aus Erfahrungen zu lernen, um eine bessere, friedvolle und gerechte Welt miteinander zu gestalten."

Der Steyler Missionar P. Otto Gusti SVD, der auf der Insel Flores lebt, und hat uns ein Video gesendet, das das Ausmaß der Zerstörung durch das Erdbeben zeigt:

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