Missionar*in auf Zeit:

Internationaler Freiwilligendienst der Steyler Missionare

Missionar*in auf Zeit

Sie lassen sich mindestens für ein Jahr auf eine missionarische Erfahrung in Lateinamerika, Afrika, Asien oder Europa ein. Sie schauen dabei über den Tellerrand hinaus und geben sich nicht mit Gewohntem zufrieden. Sie leisten einen Beitrag gegen Armut und Ausgrenzung und setzen sich für soziale Gerechtigkeit ein. 

Missionare auf Zeit lassen sich ein...

fliegendes Kind

... zum Mit-leben

Mit-leben heißt, Menschen in einem anderen Land kennenzulernen, mit ihnen unter einem Dach zu wohnen und miteinander das Leben zu teilen. Mit-leben schließt auch die Bereitschaft zu einer einfachen Lebensweise ein, die sich an der Lebensrealität der Menschen im Einsatzland orientiert. Letztlich sind es die Menschen vor Ort, die rückblickend auf ein Jahr als MaZ, das Jahr zu einem ganz besonderen gemacht haben.

... zum Mit-beten

Im Mit-beten haben wir die Chance herauszufinden, aus welcher Kraft heraus Menschen leben und ihren Alltag gestalten. Weltkirche wird erfahrbar, Liturgie bunt und lebendig. Mit-beten lässt mich Neues erfahren und mich dem näherbringen, was mir selbst wichtig und heilig werden kann. Benigna (MaZ Argentinien) sagt: „Das Mit-beten hat mich nicht fromm gemacht, aber beeindruckt hat mich zu sehen, wie Glaube für viele Menschen so selbstverständlich zum Leben gehört.“

... zum Mit-arbeiten

Mit-arbeiten heißt zu allererst mit der inneren Bereitschaft da zu sein, sich aktiv einzubringen. Es geht nicht darum, ein Krankenhaus oder eine Kirche zu bauen, denn Baumeister sind wir nicht. Beim Mit-arbeiten geht es eher darum, den Traum dessen mit den Menschen zu teilen, was entstehen soll – und dann bereit sein, „Steine zu tragen“. 
 
Gearbeitet wird nicht nur an Gebäuden! Mit-arbeiten kann auch heißen, in Kindergärten und Internaten, Schulen, Pfarreien und Krankenhäusern selbst ein Steinchen im System zu sein, der den Ort friedlich, freundlich, lebendig und herzlich macht. Die Bereitschaft als MaZ da zu sein, drückt Elias (MaZ Argentinien) so aus: „MaZ ist für mich, die Tür zu öffnen und da zu sein, wenn jemand kommt.“

Mit-arbeiten heißt auch, keine Angst davor zu haben, mich dreckig zu machen und heißt zu überwinden, was mir vielleicht ganz neu oder mit Ekel verbunden ist. Manchmal macht man dann die Erfahrung, dass es „saugut“ ist. (Foto 10, Laura im Stall)

Durch MaZ entwickelt sich ein Bewusstsein für globale Zusammenhänge und deren Auswirkungen. Missionarinnen und Missionare auf Zeit bringen die Erfahrungen ihres Einsatzes, ihre Sehnsucht nach der Einen Welt in Kirche und Gesellschaft ein und gestalten sie mit.

Die Anfänge von MaZ geht auf die Idee, dass junge Menschen sich zusammen mit Ordensleuten in Afrika, Amerika oder Asien engagieren wollten, zurück. So wie die Steyler Missionare in Deutschland, Österreich und der Schweiz, bieten auch andere missionarische Ordensgemeinschaften MaZ Programme an und das seit mehr als 35 Jahren.

Missionar*in auf Zeit werden

Farbkasten

Voraussetzungen:

  • Gute psychische und physische Belastbarkeit
  • Motivation, Glauben und Leben mit Menschen einer anderen Kultur zu teilen
  • Soziales und kirchliches Engagement
  • Bereitschaft, sich mit den christlichen Werten auseinander zu setzen und Offenheit für Werte und Fragen anderer Kulturen und Religionen
  • Fähigkeit, sich auf einen einfachen Lebensstil und gemeinschaftliches Leben und Arbeiten einzulassen
  • Bereitschaft, sich anzupassen und eventuell auch eigene Interessen zurückzustellen
  • Gute Sprachkenntnisse bzw. Bereitschaft eine neue Sprache zu lernen
  • Alter zwischen 18 und 30 Jahren 


Wie, wann und wo bewerben:

Jänner/Februar:

Orientierungsseminar zum gegenseitigen Kennenlernen, Entscheidungshilfe, Motivationsklärung. Anmeldung bis 1 Woche vor dem Termin.
Nach dem Orientierungsseminar: 3-wöchige Phase des Nachdenkens, danach endgültige Entscheidung

Inhalte und Umfang der Vorbereitung

Die Vorbereitung beinhaltet persönliche, weltkirchliche und gesellschaftspolitische
Elemente.

Dazu gehören:

  • Orientierungsseminar im Jänner/Februar
  • Mitlebewoche in der Karwoche
  • Identitätsseminar an einem Wochenende
  • Pfingstfest
  • Ausreiseseminar (2 Wochen im Juli in Steyl)
  • Selbstverantwortliches Erlernen der Sprache und länderspezifischer Seminare

Du wirst vorbereitet und begleitet durch das MaZ-Team der Steyler Missionare und Missionsschwestern und zurückgekehrten Missionar*innen auf Zeit.

MaZ Kontakt: MaZ-Verantwortliche

In Österreich

Pater Saverius Susanto SVD
Maz Verantwortlicher Österreich
Keplerplatz 6
1100 Wien
Österreich

In Österreich

Schwester Christina Blätterbinder SSpS
MaZ Verantwortliche Österreich
Maximilianstraße 8
6020 Innsbruck - Österreich
Österreich

Kontaktformular

Bei Fragen und Interesse an MaZ sowie für Einladungen von MaZ in Schulen und Pfarreien stehen wir gern zur Verfügung.

 
Bitte geben Sie den Wert, den Sie auf dem Bild sehen, in das Feld ein.
MaZ in der Unterkirche in Steyl

Steyler Missionare

Steyler Missionare sind weltweit ca. 6.000 Männer, die sich in 82 Ländern für Gott und für die Menschen einsetzen. Sie tun das als Ordensbrüder und Ordenspriester. Gemeinsam ist ihnen, dass sie bereit sind, immer wieder dorthin aufzubrechen, wo eine neue Mission auf sie wartet. Sie alle wären nicht die, die sie sind, wenn nicht unzählige Menschen auf der ganzen Welt mitmachen würden.

Missionar*innen auf Zeit im Einsatz

Maz 2020/21

Fragen zu Missionar*innen auf Zeit

Brillen

Was bedeutet MaZ?

MaZ steht für „Missionar*in auf Zeit“.

Das Projekt “Missionar*in auf Zeit” begann 1980 mit den ersten Anfragen junger Menschen an missionarische Ordensgemeinschaften. Seitdem haben sich zahlreiche junge Frauen und Männer auf den Weg in ein anderes Land und in einen anderen Lebensraum gemacht. “Auf Zeit” haben sie sich im Einsatzland eingebracht.

Warum keine Kurzzeiteinsätze? (Kann ich auch kürzer als 1 Jahr weggehen?)  

Wir befürworten einen Dienst über zwölf Monate, da es einiges an Zeit kostet, vor Ort anzukommen, sich sprachlich verständigen zu können und richtig eingearbeitet zu werden. Des Weiteren ist es auch für die Leute vor Ort eine Belastung, wenn die Freiwilligen immer wieder recht schnell wechseln. Es ist nur schwer möglich, eine Beziehung aufzubauen. Dies solltest du bei deiner Entscheidung für einen Freiwilligendienst bedenken. Oftmals ist man nach sechs Monaten erst richtig angekommen und könnte durchstarten, muss dann aber wieder abfliegen. Von daher ist bei uns nur ein Freiwilligendienst über zwölf Monate möglich.

Bis wann kann ich mich bewerben?  

Die Anmeldung zum Orientierungsseminar im Jänner oder Februar – bis 1 Woche vor dem Termin – gilt als Start der MaZ-Bewerbung.

Sind alle Vorbereitungsseminare verpflichtend?  

Die Seminare sind grundsätzlich verpflichtend. Außerdem lernst du in den Vorbereitungsseminaren bereits Themen kennen, die dir während deines Einsatzes begegnen werden, Organisatorisches wird geklärt und alle deine Fragen können beantwortet werden. Ebenso sind die Seminare auch ein guter Zeitpunkt andere Freiwillige kennen zu lernen und sich mit ihnen auszutauschen.

Warum kommen MaZ begeistert vom Seminar zurück?  

MaZ ist eine große Gemeinschaft. Wenn du dich auf einen Dienst mit uns einlässt bedeutet es, dass du zu dem Netzwerk deines MaZ-Jahrganges gehörst – wo sich oft Freundschaften fürs Leben entwickeln. Die geteilten Erfahrungen eines MaZ-Dienstes verbindet über Grenzen hinweg und gibt in der Vor- wie Nachbereitung Kraft und Verbundenheit , sowie auch während des Einsatzes.

Mit wem bist du als MaZ unterwegs?  

Das MaZ Team begleitet dich während des Freiwilligendienstes. In den einzelnen Projekten gibt es Ansprechpersonen, die den Freiwilligen unterstützen.

Welche Kosten fallen während eines Freiwilligendienstes als MaZ an?

  • Organisation des Dienstes und Administration
  • Vorbereitungs-, Zwischen- und Nachbereitungsseminare
  • Unterkunft und Verpflegung während der Seminare
  • Fahrtkosten zu den Seminaren
  • Impfungen
  • Sprachkurse
  • Visumsgebühren
  • Versicherungen
  • Flugticket
  • Begleitung der Freiwilligen
  • Unterkunft und Verpflegung im Ausland

Finanzierung?

Die gastgebende Gemeinschaft sorgt für Unterkunft und Verpflegung. Alle anderen Kosten trägt der/die Missionar*in auf Zeit selbst

Wichtig ist uns, dass eine Teilnahme am Freiwilligendienst nicht an den Kosten scheitert.

Welche Einsatzländer gibt es?

Wir Steyler Freiwilligendienste haben Stellen in Afrika, Lateinamerika und Asien.
Zurzeit haben wir Stellen in folgenden Ländern: Benin, Ghana, Tansania, Kenia, Indien, Taiwan, Argentinien, Bolivien, Paraguay (Die Länder bzw. die zu besetzenden Einsatzstellen variieren von Jahr zu Jahr je nach Nachfragen und der Situation vor Ort an den Einsatzstellen).

Darf ich mir meine Einsatzstelle aussuchen?

Wir kennen unsere Einsatzstellen sehr gut und möchten auch dich erst besser kennen lernen, bevor wir dich einer Einsatzstelle zuteilen. Also bewirbst du dich in den meisten Fällen zuerst bei einer Ordensgemeinschaft und das jeweilige MaZ-Team teilt dich danach einem Projekt zu, das gut zu dir passt. Wünsche werden jedoch auf jeden Fall berücksichtigt.

Wie alt muss ich sein, gibt es eine Altersbegrenzung?

Du musst bei deiner Ausreise 18 Jahre alt sein, kannst aber die Vorbereitung mit 17 beginnen.

Solltest du älter sein, melde dich gerne dennoch bei uns.

Was, wenn ich schon älter bin?

Gerne dürfen auch Menschen mit uns ins Ausland gehen, die zuvor andere berufliche Erfahrungen gemacht haben. Wir arbeiten an einem Konzept für „ältere“ Freiwillige. Melde dich gerne direkt beim MaZ-Team.

Muss ich katholisch sein?

Wir nehmen auch gerne Bewerber*innen, die nicht katholisch sind, wenn du bereit bist, dich mit deinem Glauben und verschiedenen Glaubensformen auseinanderzusetzen. Der (katholische) Glaube spielt in unseren Einsatzländern eine große Rolle und ist aus dem alltäglichen Leben nicht wegzudenken. Genauso, wie man sich an kulturelle Unterschiedlichkeiten anpassen muss, gilt das auch für das religiöse Leben vor Ort. Auch wer bisher nichts mit der katholischen Kirche zu tun hat, aber Interesse und Offenheit für die eigene Spiritualität und die der Steyler Missionare mitbringt, ist herzlich willkommen.

Warum heute noch Mission?

Mission ist für uns die Vision von der Einen Welt, in der es nicht Gewinner und Verlierer, sondern nur Geschwister gibt. Im Zeitalter der Globalisierung rücken Norden und Süden immer enger zusammen. Jahrhundertelang war dieses Verhältnis von Eroberung, Unterdrückung und Abhängigkeit geprägt. Mission heute ist gelebte Solidarität, die alle beauftragt, an der Gestaltung der Einen Welt mitzuwirken.

Muss ich danach in den Orden eintreten?

Nein. Du wirst während deines Einsatzes nur im engen Kontakt zu Ordensleuten stehen und solltest damit also kein Problem haben. Es wird jedoch auf keinen Fall von dir erwartet, dass du dich nach dem Jahr für das Ordensleben entscheidest.
Wenn du dich schon jetzt für ein Ordensleben interessierst, wirst du sowohl in der Vorbereitung, während des MaZ-Einsatzes und auch als RückkeherIn AnsprechpartnerInnen haben, die dich auf deinem Weg beraten und begleiten können.

Bin ich versichert?

Die Freiwilligen müssen während ihres Auslandsaufenthalts in Österreich weiterhin versichert sein und eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Die Kosten dafür tragen die Freiwilligen selbst.

MaZ und dann - Rückkehrer*innen?

Viele unserer Rückkehrer*innen sind weiterhin engagiert, egal ob bei uns im MaZ-Team, in Pfarrgemeinden, gesellschaftspolitisch oder in andern NGOs. Frei nach dem Motto : „Einmal MaZ, immer MaZ“ 

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Kontakt

Pater Saverius Susanto SVD
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Österreich
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